Vor großer Kulisse: Eisbären feiern Sieg über Falcons
4712 Zuschauende lockte die Partie gegen die Nürnberg Falcons in die ÖVB Arena: So viele wie bei keinem anderen Spiel in dieser Saison. Mit lautstarker Unterstützung von den Rängen setzten sich die Eisbären Bremerhaven am 31. Spieltag mit 81:73 gegen die Falcons durch. Topscorer der Eisbären war Jake Biss mit 17 Punkten.
Das Hinspiel gegen Nürnberg war vor allem von intensiver Defensivarbeit geprägt, in Bremen zeigte sich zunächst ein anderes Bild. Beide Teams suchten früh den Weg zum Korb und setzten auf die Offensive. Zwar eröffneten die Eisbären durch Jannis von Seckendorff die Partie, doch die Gäste fanden schneller ihren Rhythmus und gingen nach gut zwei Minuten mit 2:8 in Führung. Die Eisbären arbeiteten sich jedoch Schritt für Schritt zurück. Elijah Miller und Jannis von Seckendorff verkürzten, ehe Miller per Dreier die erste Führung zum 10:8 holte. Doch Nürnberg blieb dran, glich mehrfach aus (12:12, 14:14) und übernahm zwischenzeitlich wieder die Führung. Der letzte Angriff der Eisbären war noch einmal erfolgreich, sodass Lorenz Brenneke auf 18:20 verkürzen konnte. Im ersten Viertel wurden fast alle Punkte aus der Nah- oder Mitteldistanz erzielt. Auf Seiten der Falcons waren dies ganze 77% erfolgreiche Abschlüsse, ein Aspekt, an dem die Defensive der Eisbären sichtbar zu arbeiten hatte.
Im zweiten Viertel sollte es für die Eisbären besser laufen. Zunächst waren es jedoch erneut die Falcons, die zu Punkten kamen und ihre Führung durch Brandton Chatfield ausbauen konnten (18:24). Jake Biss landete einen wichtigen 3-Punkte-Wurf und hielt die Eisbären im Spiel. Beide Teams setzten auf viel Tempo und nahmen dafür Turnover in Kauf. Die Eisbären machten es den Falcons zu einfach unterm Korb zu Punkten zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gastgeber jedoch besser in die Partie, verteidigten aggressiver und drehten das Tempo auf. Ein 9:0-Lauf brachte schließlich die Führung zurück (33:29), die die Eisbären bis zur Halbzeit nicht mehr abgaben. Jemarl Baker setzte mit seinem Treffer zum 43:36 den Schlusspunkt unter eine erste Hälfte, in der sich die Eisbären die Führung erarbeitet hatten.
Nach dem Seitenwechsel schien sich die Partie zunächst weiter in Richtung der Eisbären zu entwickeln. Jannis von Seckendorff und Jake Biss sorgten früh für eine zweistellige Führung (48:36). Doch die Falcons zeigten sich davon überraschend unbeeindruckt und arbeiteten sich, angeführt vor allem von Brandton Chatfield Punkt für Punkt heran. Bei einem Stand von 48:44 reagierte Steven Esterkamp mit einer Auszeit auf diesen 8-Punkte-Lauf der Gäste. Zunächst setzte Chatfield den Lauf jedoch von der Freiwurflinie aus fort und glich danach noch aus (48:48). Für die Eisbären beendete schließlich Jemarl Baker die minutenlang andauernde Punkteflaute (49:48). Das Spiel wurde nun zerfahrener, viele Fouls auf beiden Seiten unterbrachen den Spielfluss. Dennoch gingen die Eisbären mit einer knappen 61:57-Führung in den Schlussabschnitt.
Dort verschafften sich die Gastgeber zunächst wieder etwas Luft. Zwei Dreier von Jake Biss sowie weitere Punkte von Lorenz Brenneke stellten auf 69:59. Doch erneut kämpften sich die Falcons zurück. Die Eisbären traten zum Teil unkonzentriert auf und leisteten sich Fehler, die sie sich in dieser Phase des Spiels nicht leisten dürften. Nachdem Evan Taylor zum 74:71 verkürzte, rief Steven Esterkamp 1:07 vor Schluss sein Team noch einmal zusammen. Trevor Baskin verpasste daraufhin eine Chance sein Team näher an den Sieg zu bringen und der Ball landete bei Carlos Carter. Carter nahm den Wurf von außen und verwandelte (77:71). Ein Dreier mit großer Wirkung, der die Führung wieder deutlicher machte und von den Fans frenetisch gefeiert wurde. Aber auch eine riskante Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Carter bisher keiner seiner 4 Versuche von außen geglückt war. Heute war das Glück auf seiner Seite. Am Ende konnten Eisbären und Fans einen 81:73-Sieg feiern.
Headcoach Steven Esterkamp lobte nach der Partie vor allem die Intensität und die Defensive seines Teams, zeigte sich mit Blick auf die Play-Offs jedoch auch selbstkritisch: „In der Offensive haben wir zu oft schlechte Entscheidungen getroffen. Dadurch haben wir es uns selbst schwer gemacht zu scoren. Wir müssen solche Spiele deutlich besser zu Ende bringen.“
Am Ende überwog jedoch die Freude über den Sieg. Gemeinsam mit den Fans feierten die Eisbären einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoff-Platzierung vor beeindruckender Kulisse in der ÖVB Arena.
Nächstes Spiel der Eisbären auswärts gegen die Gießen 46ers
Am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga treffen die Eisbären auswärts auf die Gießen 46ers. Tip-Off der Partie ist am Sonntag, den 26.04.2026 um 15:00 Uhr.
Eisbären Bremerhaven - Nürnberg Falcons 81:73 (43:36)
Topscorer Eisbären Bremerhaven: Jake Biss (17 Punkte, 2 Assists), Jannis von Seckendorff (13 Punkte, 2 Assists, 7 Rebounds)
