Matchball für Phoenix Hagen: Eisbären verlieren intensives 3. Spiel

Profis
Mittwoch, 27.05.2026 // 10:00 Uhr

Die Eisbären Bremerhaven haben das dritte Spiel der Halbfinalserie bei Phoenix Hagen 83:78 verloren. Nach einem starken Start kontrollierten die Bremerhavener zunächst die Partie und setzten die Gastgeber früh unter Druck. Hagen fand jedoch deutlich schneller Antworten als noch in Spiel zwei, kämpfte sich bereits vor der Halbzeit zurück und entschied ein defensiv geprägtes Schlussviertel schließlich für sich. Topscorer der Eisbären war Dominique Johnson mit 15 Punkten.

Die Hitze war schon vor dem Tip-Off spürbar. Während draußen sommerliche Temperaturen herrschten, verwandelte sich die ausverkaufte Ischelandhalle erneut in einen Hexenkessel. Die Eisbären erwischten dabei einen Traumstart. Adi Breitlauch eröffnete die Partie nach 19 Sekunden, Lorenz Brenneke und Carlos Carter erhöhten schnell auf 0:6. Vor allem defensiv präsentierten sich die Bremerhavener zunächst sehr aufmerksam, machten die Zone dicht und zwangen Phoenix immer wieder zu schwierigen Würfen. Offensiv sorgten Elijah Miller, Jemarl Baker und Jordan Samare früh für Tempo, ehe Dominique Johnson mit zwei eiskalten Dreiern kurz vor Viertelende die starke Anfangsphase krönte. Nach zehn Minuten führten die Eisbären verdient (17:26).

Im zweiten Viertel reagierte Hagen jedoch deutlich schneller als noch zuletzt in Bremerhaven. Zwar hielten die Eisbären die Führung zunächst weiter konstant, unter anderem durch wichtige Punkte von Raphael Falkenthal und Jordan Samare, doch defensiv fanden die Gastgeber nun deutlich besseren Zugriff. Besonders Dominick von Waaden brachte in dieser Phase erneut spürbar Energie und brachte die Gastgeber mit 3 Freiwürfen und einem Treffer aus der Distanz wieder auf die Spur. Durch einen 11:0 Lauf kämpfen sich die Feuervögel zurück und gehen erstmals nach 15 Min in Front. Die Partie entwickelte sich nun endgültig zum offenen Schlagabtausch. Devin Schmidt traf wichtige Würfe für die Gastgeber, Jannis von Seckendorff hielt mit einem starken And-One dagegen und Elijah Miller verkürzte mit einem mutigen Dreier noch vor der Pause auf 46:44. Nach der Hagener Aufholjagd hielten die Eisbären wieder stärker dagegen und trafen zur Halbzeit starke 50 Prozent ihrer Dreipunktewürfe. Entschieden war zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Phoenix jedoch zunächst komplett das Momentum. Tim Uhlemann, Marcus Graves und Marinus N’Guessan sorgten mit erfolgreichen Distanzwürfen und konsequenten Abschlüssen am Korb erstmals für eine deutliche Hagener Führung (60:50). Die Eisbären wirkten in dieser Phase kurzzeitig aus ihrem Rhythmus gebracht, fanden nach einer Auszeit von Steven Esterkamp jedoch wieder zurück ins Spiel. Jordan Samare, Jemarl Baker und Adi Breitlauch verkürzten den Rückstand Stück für Stück, ehe Dominique Johnson mit einem wichtigen Wurf aus der Ecke wieder auf 72:69 stellte. Insgesamt blieb die Partie weiterhin extrem eng. Das dritte Viertel gestaltete sich mit 26 zu 25 Punkten wieder ausgeglichen. Mit der knappen 3-Punkte Führung für Phoenix Hagen ging es dann in das Schlussviertel.

Die Eisbären knüpften an das Comeback im 3. Viertel an: Dominique Johnson und Raphael Falkenthal brachten die Eisbären wieder in Front (72:73), doch danach verlor Bremerhaven offensiv zunehmend den Rhythmus. Mehrere Ballverluste in kurzer Folge ermöglichten Hagen einfache Punkte durch Bjarne Kraushaar und Jeffrey Carroll, die die Gastgeber wieder auf 79:73 davonziehen ließen. Adi Breitlauch antwortete zwar noch einmal mit einem wichtigen Dreier, doch offensiv lief bei beiden Teams nun kaum noch etwas zusammen. Die Anspannung war auf beiden Seiten spürbar. In den folgenden 4 Minuten und 8 Sekunden trafen die Eisbären jedoch lediglich 2 Freiwürfe. Insgesamt erzielten die Bremerhavener im Schlussviertel nur neun Punkte, Phoenix allerdings ebenfalls lediglich elf. Die Hagener brachten ihren knappen Vorsprung schließlich von der Freiwurflinie über die Zeit und sicherten sich mit dem 83:78-Erfolg den Matchball in der Serie.

Über das Ende der Partie hinaus sorgte zudem eine Szene im Schlussviertel für Sorgen bei den Eisbären. Peter Hemschemeier ging ohne Fremdeinwirkung unglücklich zu Boden und musste anschließend vom Feld begleitet werden. Wie schwer die Verletzung ist, war unmittelbar nach Spielende noch unklar. Die Eisbären hoffen nun auf eine schnelle Entwarnung und jeder wünscht Peter Hemschemeier natürlich eine schnelle Genesung.  

Steven Esterkamp machte nach der Partie nicht die heiße Halle oder den rutschigen Boden für die Niederlage verantwortlich, sondern lobte die Hagener Verteidigung. Gleichzeitig zeigte er sich kritisch gegenüber den eigenen Ballverlisten: „Hagens Defense war heute sehr stark. Wir waren trotzdem im Spiel und hatten unsere Chancen. Aber mit 21 Turnover ist es schwer, so ein Spiel zu gewinnen.“

Jetzt muss sich der Blick direkt nach vorn richten, denn damit führt Phoenix Hagen die Halbfinalserie nun mit 2:1 an. Bereits am Donnerstag bietet sich den Eisbären in der ÖVB Arena in Bremen die nächste und letzte Chance, die Serie wieder auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen.

Viertes Spiel des Halbfinales in der ÖVB Arena

Das vierte Spiel der Serie gegen die Phoenix Hagen wird in der ÖVB Arena in Bremen ausgetragen. Tip-Off der Partie ist am Donnerstag, den 28.05.2026 um 19:00 Uhr.

Phoenix Hagen- Eisbären Bremerhaven 83:78 (46:44)

Topscorer Eisbären Bremerhaven: Dominique Johnson (15 Punkte, 1 Rebound), Jordan Samare (11 Punkte, 1 Assist, 5 Rebound), Jemarl Baker (10 Punkte, 5 Assists, 1 Rebound)

 

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