Hitziger Halbfinalauftakt geht an Phoenix Hagen

Profis
Donnerstag, 21.05.2026 // 10:00 Uhr

Die Eisbären Bremerhaven müssen sich im ersten Spiel der Halbfinalserie Phoenix Hagen mit 85:80 geschlagen geben. In der lautstarken Ischelandhalle lieferten sich beide Teams über weite Strecken ein intensives Duell auf Augenhöhe, ehe Phoenix die Partie in der Crunchtime für sich entschied. Trotz des kurzfristigen Ausfalls von Jemarl Baker hielten die Eisbären lange dagegen und agierten phasenweise abgeklärt. Topscorer der Eisbären war Elijah Miller mit 15 Punkten.

Das erste Spiel der Habfinalserie unter dem Motto „Feuer und Eis“ wurde in der Ischelandhalle ausgetragen. Die vielen Phoenix Fans in der Halle sorgten von der ersten Sekunde an für eine lautstarke Atmosphäre. Während Phoenix Hagen einen Tag zuvor bekannt gaben, dass der zuletzt verletzte Ryan Schwieger vorzeitig den Vertrag auflöst, mussten auch die Eisbären Bremerhaven eine Hiobsbotschaft verkraften und auf Jemarl Baker verzichten, der auf Grund von Knieproblemen nicht auflaufen konnte. Zunächst erwischten dennoch die Eisbären den besseren Start. Jordan Samare und Elijah Miller sorgten früh für Punkte in Korbnähe, ehe Miller die Führung auf 15:8 ausbaute. Besonders unter dem Korb fanden die Bremerhavener zunächst gute Lösungen gegen die Hagener Defensive. Phoenix blieb jedoch ruhig und arbeitete sich Stück für Stück zurück in die Partie. Marcus Graves, Devin Schmidt und Tim Uhlemann sorgten offensiv für wichtige Impulse. Peter Hemschemeier traf spät den ersten erfolgreichen Dreier zum 18:22. Durch ein And-One kamen die Gastgeber auf einen Punkt heran (21:22) und mit dem letzten Angriff des Viertels holte sich Phoenix dann doch noch die knappe 23:22-Führung. 

Im zweiten Abschnitt übernahmen die Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Vor allem defensiv erhöhte Phoenix den Druck deutlich und nahm den Eisbären ihre Präsenz in der Zone. Bremerhaven versuchte es nun häufiger von außen, blieb dort jedoch zunächst glücklos. Ein Hagener 13:0-Lauf (begonnen noch vor Ende des ersten Viertels) brachte Phoenix erstmals deutlicher in Front (31:22). Steven Esterkamp reagierte früh mit einer Auszeit. Daraufhin stoppte Raphael Falkenthal den Lauf mit wichtigen Punkten, ehe Jannis von Seckendorff mit einem krachenden Dunk auf 33:26 verkürzte. Kurz darauf sorgte Jordan Samare nach Assist von Falkenthal per Alley-Oop für das 33:28. Immer wieder arbeiteten sich die Eisbären auf wenige Punkte heran, doch Phoenix hatte meist die schnelle Antwort parat. Besonders Marcus Graves traf mehrere schwierige Würfe aus der Distanz und hielt die Hagener bei einer Führung von 44:37 weiter auf Kurs. Kurz vor der Pause sorgte Elijah Miller mit einem wichtigen Dreier noch einmal für Hoffnung und verkürzte auf 46:40.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich endgültig das erwartet intensive Halbfinalduell. Carlos Carter eröffnete die zweite Hälfte direkt mit einem Dreier zum 46:43. Die Eisbären verteidigten deutlich aggressiver und arbeiteten sich Stück für Stück zurück in die Partie. Besonders Jannis von Seckendorff setzte immer wieder wichtige Akzente, unter anderem mit einem spektakulären Alley-Oop-Dunk zum 52:50. Wenig später konnte Jake Biss aus der Distanz auf -1 verkürzen (56:55), doch Devin Schmidt antwortete mit einem äußerst glücklichen Dreier. Auch emotional wurde die Partie nun hitziger. Harte Duelle, technische Fouls und lautstarke Reaktionen von den Rängen sorgten für echte Playoff-Atmosphäre. Kurz vor Viertelende glich Jannis von Seckendorff von der Freiwurflinie aus (63:63), ehe Marcus Graves mit der Schlusssirene noch einmal auf 65:63 für Phoenix stellte. Auch wenn am Ende des Viertels erneut Phoenix Hagen in Front lag, ging das Viertel auf dem Papier mit 19:23 an die Eisbären. 

Im Schlussabschnitt schien das Momentum dann erstmals komplett auf Seiten der Eisbären zu kippen. Elijah Miller brachte Bremerhaven früh mit 65:66 in Führung, wenig später traf Jake Biss den Dreier zum 69:70. Nach Punkten von Adi Breitlauch sowie einem Alley-Op-Dunk von Lorenz Brenneke bauten die Eisbären ihre Führung sogar auf 70:75 aus. Die Hagener Offensive hatte in dieser Phase große Probleme gegen die aggressive Bremerhavener Defense, die Ischelandhalle wurde spürbar ruhiger und die Eisbären wirkten abgeklärter und kontrollierter.

Doch genau in diesem Moment schlug das Momentum wieder um. Devin Schmidt traf einen wichtigen Dreier zum 75:75-Ausgleich und brachte die Halle schlagartig zurück ins Spiel. Phoenix bekam neue Energie, während die Eisbären offensiv etwas ihre Ruhe verloren. Ein unsportliches Foul von Lorenz Brenneke stoppte zwar einen Fastbreak, brachte Hagen jedoch wieder in Führung (77:75). Kurz darauf erhöhte Tim Uhlemann mit einem schwierigen Treffer auf 81:77. Zwar brachte Jake Biss die Eisbären mit einem eiskalten Dreier neun Sekunden vor Schluss noch einmal auf 83:80 heran, doch Devin Schmidt verwandelte anschließend seine Freiwürfe sicher und machte den 85:80-Heimsieg für Phoenix klar.

Trotz der Niederlage zeigte die Partie jedoch auch, dass die Eisbären dem Hauptrundensieger absolut auf Augenhöhe begegnen und gute Chancen haben. Vor allem nach der Halbzeit fanden die Bremerhavener defensiv immer bessere Lösungen gegen das Hagener Offensivspiel und hatten die Partie im Schlussviertel zwischenzeitlich unter Kontrolle. Am Ende entschieden Kleinigkeiten, Momentum und einige Einzelaktionen der Gastgeber die intensive erste Halbfinalpartie.

Headcoach Steven Esterkamp brachte die Probleme nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir haben in den letzten 4 Minuten zu schlecht gespielt. Wir waren zu hektisch und hatten dadurch zu viele Turnover und auch im Rebounding hatten wir besser agieren müssen. Hagen hatte in den letzten zwei Minuten sehr gute Lösungen, und wir hatten die nicht. Aber insgesamt waren wir da und hatten eine Chance. Das war nur ein Spiel und als nächstes geht es nach Bremerhaven. Wir sind eine heimstarke Mannschaft und heute hatten die Hagener die Halle auf ihrer Seite, die ihnen einen Push gegeben hat.“ 

Zweites Spiel des Halbfinales im Eisbärenkäfig

Das zweite Spiel der Serie gegen die Phoenix Hagen wird im heimischen Eisbärenkäfig ausgetragen. Tip-Off der Partie ist am Samstag, den 23.05.2026 um 18:00 Uhr.

Phoenix Hagen - Eisbären Bremerhaven 85:80 (46:40)

Topscorer Eisbären Bremerhaven: Elijah Miller (15 Punkte, 5 Assist, 3 Rebounds), Jannis von Seckendorff (12 Punkte, 7 Rebound), Jake Biss (12 Punkte, 2 Assists)

 

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