Bittere Niederlage in Karlsruhe: Eisbären verpassen Vorentscheidung im Playoff Rennen
Die Eisbären Bremerhaven mussten sich am 32. Spieltag knapp mit 83:86 bei den PSK Lions geschlagen geben. In einer intensiven Partie waren die Norddeutschen über weite Strecken einen Schritt hinterher und konnten das Spiel im Schlussviertel nicht mehr drehen. Topscorer der Eisbären waren Jordan Samare und Jemarl Baker mit jeweils 16 Punkten.
Mit einem Sieg gegen die PSK Lions und einer Niederlage der Artland Dragons hätten sich die Eisbären bereits vorzeitig das Heimrecht für die Playoffs sichern können. Doch in Karlsruhe gelang es den Gästen nicht, diese Chance zu nutzen, während die Dragons ihr Spiel in Münster gewannen. Die Lions agierten über weite Strecken wacher und setzten immer wieder die entscheidenden Nadelstiche und das, obwohl sie auf mehrere wichtige Spieler verzichten mussten: Maurice Pluskota, David Cohn und Pavle Pisic standen nicht zur Verfügung.
Das erste Viertel verlief zunächst ausgeglichen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, die Führung wechselte mehrfach. Nach den ersten Punkten der Gastgeber glich Lorenz Brenneke per Dunk aus, ehe Jordan Samare die Eisbären zwischenzeitlich in Front brachte. Doch die Lions fanden immer wieder Antworten,unter anderem durch einen Dreier von Kilian Binapfl. Bis zur Viertelpause blieb es eng, mit leichten Vorteilen für die Eisbären, die sich durch konsequente Abschlüsse eine knappe 22:25-Führung sicherten.
Im zweiten Abschnitt übernahmen dann zunehmend die Gastgeber die Kontrolle. Ein 11:1-Lauf zwang Eisbären-Headcoach Steven Esterkamp früh zur Auszeit (33:26). Zwar hielten Elijah Miller und Jemarl Baker die Eisbären im Spiel, doch Karlsruhe blieb spielbestimmend und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Punkte aus (44:35). Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte fanden die Eisbären wieder besser in ihren Rhythmus: Ein 7:0-Lauf, eingeleitet von Raphael Falkenthal, und Punkten von Lorenz Brenneke und Elijah Miller brachte die Gäste zurück in Schlagdistanz. Mit einem knappen 42:44-Rückstand ging es in die Kabine. Auch statistisch zeigte sich, wo die Probleme lagen: Während die Eisbären nur 57% ihrer Würfe aus der Nah- und Mitteldistanz trafen, kamen die Lions hier auf 67%. Auch von außen präsentierten sich die Gastgeber treffsicherer (Eisbären 33%, Lions 40%).
Nach der Pause starteten die Eisbären zunächst mit viel Energie. Carlos Carter brachte sein Team wieder in Führung, wenig später erhöhten Jake Biss und Lorenz Brenneke auf 50:46. In dieser Phase schien das Momentum auf Seiten der Gäste zu liegen. Doch Karlsruhe ließ sich nicht abschütteln, glich mehrfach aus und übernahm nach dem 56:56 erneut die Kontrolle. Mit einem kleinen Lauf setzten sich die Lions wieder ab (62:56). Die Eisbären hielten vor allem mit Distanzwürfen dagegen, konnten die Führung jedoch nicht zurückerobern. Mit einem 71:67-Rückstand ging es in das Schlussviertel.
Dort waren es erneut die Lions, die den Ton angaben. Die Gastgeber aggressiv und machten es den Eisbären zunehmend schwer, zu guten Abschlüssen zu kommen. In den ersten Minuten des Schlussabschnitts gelang den Gästen nur ein erfolgreicher Wurf aus dem Feld. Zwar kämpften sich die Eisbären durch Punkte von Elijah Miller und Carlos Carter noch einmal auf 76:73 heran, doch Karlsruhe gelangen die wichtigen Treffer, wie der Dreier von Kilian Binapfl zum 81:74.
In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Zunächst verkürzten Jordan Samare und Elijah Miller auf 83:80. Isaiah Hart erhöhte im Anschluss wieder auf 85:80, ehe David Ejah 12 Sekunden vor dem Ende einen weiteren Freiwurf zum 86:80 traf. Die Eisbären hatten nur noch wenige Sekunden, um das Spiel zu drehen. Adi Breitlauch brachte sein Team sechs Sekunden vor Schluss noch einmal auf 86:83 heran, ehe Raphael Falkenthal an die Freiwurflinie trat. Ein möglicher Plan: Ein verwandelter erster Freiwurf, ein absichtlich vergebener Zweiter und die Chance auf den Ausgleich per Dreier. Doch Karlsruhe reagierte aufmerksam, sicherte sich den Rebound und brachte den knappen 86:83-Erfolg über die Zeit.
Ausschlaggebend waren am Ende auch die 19 Ballverluste der Eisbären, die Karlsruhe immer wieder in einfache Punkte ummünzen konnte. So verpassten es die Norddeutschen, sich das Heimrecht bereits am 32. Spieltag zu sichern. Da auch die Artland Dragons ihr Spiel gegen Münster gewinnen konnten, bleibt das Rennen weiter offen.
Für die Eisbären gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten: Im nächsten Spiel wartet mit den Gießen 46ers die nächste wichtige Aufgabe im Saisonendspurt.
Nächstes Spiel der Eisbären in der ÖVB Arena in Bremen
Am 33. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga spielen die Eisbären erneut in Bremen und empfangen dort die Giessen 46ers zum letzten Heimspiel vor den Playoffs. Tip-Off der Partie ist am Sonntag, den 26.04.2026 um 15:00 Uhr.
PSK Lions - Eisbären Bremerhaven 86:83 (44:42)
Topscorer Eisbären Bremerhaven: Jordan Samare (16 Punkte, 3 Rebounds) und Jemarl Baker (16 Punkte, 2 Rebounds)
