Traum vom Aufstieg zerplatzt in Hagen

Profis
Sonntag, 31.05.2026 // 13:00 Uhr

Die Eisbären Bremerhaven haben das entscheidende fünfte Spiel der Halbfinalserie bei Phoenix Hagen mit 85:65 verloren und verpassen damit den Einzug ins Finale der ProA-Playoffs. Nach einer kämpferischen ersten Halbzeit, in der die Eisbären lange mithalten konnten, verloren sie im dritten Viertel den Zugriff und fanden danach nicht mehr zurück ins Spiel. Topscorer der Eisbären war Elijah Miller mit 14 Punkten.

Was für eine Serie. Fünf Spiele, fünf intensive Duelle, fünf Mal Playoff-Basketball auf höchstem Niveau. Und im letzten davon zeigten beide Teams noch einmal alles, was diese Halbfinalserie ausgemacht hatte: zumindest in der ersten Hälfte.

Die Eisbären erwischten dabei keinen schlechten Start. Elijah Miller brachte die Bremerhavener früh auf Kurs (3:5), Jannis von Seckendorff vollendete einen sehenswerten Alley-Oop-Dunk zum 8:7, und Raphael Falkenthal traf einen wichtigen Dreier zum 12:10. Es war ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe. In der letzten Sekunde des ersten Viertels, traf Miller einen weiten Dreier per Buzzerbeater zur 16:17-Führung. Die Eisbären gingen mit Schwung in den zweiten Abschnitt.

Auch im zweiten Viertel hielten die Bremerhavener lange dagegen. Zunächst holte sich Hagen jedoch die Führung zurück (20:17). Elijah Miller brachte die Eisbären von der Freiwurflinie zurück in Front (20:21), Jemarl Baker erhöhte auf 20:23, doch auch Hagen fand immer wieder passende Antworten. Durch Freiwürfe von Jerffrey Carroll versuchten sie sich abzusetzen (32:27). Peter Hemschemeier hielt den Anschluss und traf einen wichtigen Dreier zum 32:31. Es war bis hier hin ein offenes Spiel, das immer wieder kippte. 90 Sekunden vor Schluss glich Jemarl Baker zum 35:35 aus. Doch Phoenix fand durch Jeffrey Carroll und Bjarne Kraushaar die entscheidenden Antworten in der letzten Minuten des Viertels und ging mit 40:35 in die Pause. Fünf Punkte Rückstand, noch alles drin.

Was nach dem Seitenwechsel folgte, war der entscheidende Bruch der Partie. Phoenix kam aggressiver aus der Kabine, die Eisbären hingegen fanden lange keine Punkte. Nach 3 Min und 20 Sekunden ohne Zähler nahm Steven Esterkamp eine Auszeit, der Rückstand war bereits zweistellig (46:35). Lorenz Brenneke erzielte daraufhin die ersten Punkte im dritten Viertel, doch die Feuervögel antworteten prompt (49:37). Dominique Johnson, Lorenz Brenneke und Adrian Breitlauch arbeiteten sich dann in einer guten Phase auf 49:45 heran und hielten die Hoffnung am Leben. Doch ein Timeout von Chris Harris stoppte diese Aufholjagd im aus Hagens Perspektive richtigen Moment. Phoenix zog wieder davon, nutzte Ballverluste der Eisbären konsequent aus. Ein Dunk von Marinus N'Guessan und ein Dreier von Marcus Graves in den letzten Sekunden des Viertels ließen den Spielstand auf 66:50 anwachsen. Zu viel. 

Von diesem Rückschlag erholten sich die Eisbären nicht mehr. Zwar setzte Raphael Falkenthal mit einem Dreier zum 72:57 noch einmal ein Zeichen, doch die Hagener Verteidigung ließ kaum noch einfache Abschlüsse zu. Wie stark die Hagener Verteidigung wichtige Schlüsselspieler im Griff hatte, zeigt sich auch durch einen Blick auf die Scores von Carlos Carter und Jemarl Baker, die zusammen lediglich 5 Punkte im gesamten Spiel erzielten. Die Würfe aus der Distanz, die für eine Aufholjagd nötig gewesen wären, fanden zudem nicht ihr Ziel. Der Endstand von 85:65 spiegelt wieder, wie deutlich der Unterschied in der zweiten Halbzeit war. 

Mit dem Ausscheiden endet eine Saison, auf die die Eisbären dennoch mit Stolz zurückblicken können. Platz vier nach der Hauptrunde, Heimrecht in den Playoffs, das Erreichen des Halbfinals und eine packende Fünf-Spiele-Serie gegen den Hauptrundenersten Phoenix Hagen unterstreichen die Entwicklung der Mannschaft in dieser Spielzeit. Der Traum vom Aufstieg ist zwar in Hagen geplatzt, doch die Eisbären haben in dieser Saison gezeigt, dass sie zu den stärksten Teams der ProA gehören.

Phoenix Hagen- Eisbären Bremerhaven 85:65 (40:35)

Topscorer Eisbären Bremerhaven: Elijah Miller (14 Punkte, 3 Assists, 4 Rebounds), Raphael Falkenthal (13 Punkte, 1 Rebound)

 

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