Köln feiert Karneval, die Eisbären feiern den Auswärtssieg
Die Eisbären Bremerhaven haben sich am Karnevalssonntag bei den RheinStars Köln mit 76:79 durchgesetzt und damit einen wichtigen Auswärtserfolg eingefahren. In einer intensiven und bis zum Schluss umkämpften Partie behielten die Eisbären die Nerven und entschieden die Crunchtime für sich. Topscorer der Eisbären war Jemarl Baker mit 17 Punkten.
Während sich in Köln die fünfte Jahreszeit ihrem Höhepunkt zuneigt, herrschte am Sonntag auch in der Motorworld ausgelassene Stimmung. Die Eisbären reisten hochmotiviert an, jedoch ohne Till Isemann, der unter der Woche zu den Hakro Merlins Crailsheim gewechselt war. Zudem hatten die Eisbären am Donnerstag die Verpflichtung von BBL-Legende John Bryant bekannt gegeben, der in Köln allerdings noch nicht zum Einsatz kam. In stimmungsvoller Kulisse wollten die Eisbären ihre Auswärtsbilanz aufbessern.
Headcoach Steven Esterkamp schickte Jordan Samare, Jannis von Seckendorff, Carlos Carter, Jake Biss und Elijah Miller aufs Parkett. Die RheinStars starteten energisch und erzielten durch Maximilian Begue die ersten Punkte. Jake Biss glich aus, ehe Jannis von Seckendorff mit drei Treffern von der Freiwurflinie die Führung übernahm. Korbleger von Elijah Miller und Lorenz Brenneke sorgten für eine frühe 4:9-Führung. Köln hielt dagegen, vor allem Neuverpflichtung Kenny Baptiste setzte Akzente und verkürzte mehrfach. Dennoch blieben die Eisbären strukturiert, Jemarl Baker brachte mit einem Distanztreffer neue Stabilität ins Spiel. Nach dem ersten Viertel stand eine 16:21-Führung für die Eisbären auf dem Scoreboard.
Im zweiten Abschnitt wurde die Partie physischer. Freiwürfe auf beiden Seiten und schnelle Führungswechsel prägten das Geschehen. Köln drehte zwischenzeitlich das Spiel und ging mit 26:25 in Führung. Steven Esterkamp reagierte mit einer Auszeit, Carlos Carter antwortete prompt per Dreier. Dennoch blieb es ein Duell auf Augenhöhe zwischen dem Tabellenvierten und dem Tabellenelften. Jasper Günther brachte die RheinStars erneut in Front, Jannis von Seckendorff setzte mit einem Dunk ein Zeichen. Die Eisbären hielten weiter dagegen, Adrian Breitlauch traf von der Linie sicher. Kurz vor der Pause sicherte Jemarl Baker per Freiwurf eine knappe 37:39-Führung. Headcoach Kukic nahm noch eine Auszeit, doch die Kölner konnten nicht nochmal ausgleichen. Die RheinStars konnten in diesem Viertel zwar 3 Punkte mehr erzielen als die Eisbären, doch die Gäste blieben in Front. Besonders von der Freiwurflinie präsentierten sich die Eisbären gewohnt treffsicher.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie an Schärfe zu. Eine unsportliche Aktion von Björn Rohwer und technischen Fouls gegen Headcoach Kukic sowie Elijah Miller sorgte für aufgeheizte Stimmung. Danach übernahmen die Eisbären zunehmend die Kontrolle. Elijah Miller, der in der ersten Hälfte eher zurückhaltend agiert hatte, brachte sich nun deutlich stärker ein und erzielte allein im dritten Viertel neun Punkte. Lorenz Brenneke arbeitete stark am Brett und sicherte wichtige Rebounds. Schritt für Schritt wuchs der Vorsprung (40:47). Köln verlor nach der hitzigen Foul-Situation etwas den offensiven Rhythmus, während die Eisbären konsequent Kapital daraus schlugen.
Aber Köln fand immer wieder auch Nadelstiche. Hall B Elisias verwandelte seine Freiwürfe sicher, so dass die Eisbären in Reichweite blieben. Mit hoher Intensität in der Verteidigung und klaren Abschlüssen sorgten die Eisbären jedoch dafür, dass die Rheinländer nicht zu nahe kamen und konnten sich erneut absetzen. Ein Korbleger von Lorenz Brenneke kurz vor Viertelende stellte auf 55:64. Eine Führung, die nicht nur auf der Anzeigetafel, sondern auch im Spielgefühl deutlich war. Das dritte Viertel gehörte klar den Eisbären.
Im Schlussabschnitt stemmten sich die RheinStars mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Zunächst bauten die Eisbären ihre Führung sogar noch auf über zehn Punkte aus (57:68), doch Köln erhöhte den Druck in der Verteidigung. Hall B Elisias und Michael Jordan Miller fanden nun vermehrt den Weg zum Korb, Björn Rohwer brachte sein Team wieder in Schlagdistanz (72:76). Der Vorsprung schmolz, die Halle wurde lauter, das Spiel hektischer.
Mit noch gut zwei Minuten auf der Uhr stand es nur noch 72:76 für die Eisbären. Beide Teams ließen in dieser Phase gute Fastbreak-Möglichkeiten liegen, die Nerven waren spürbar. Adrian Breitlauch traf einen wichtigen Freiwurf (nach technischem Foul) und unterstrich die gute Freiwurfquote der Eisbären (20 von 23). In der Crunchtime wurde nun jede Possession zur Schlüsselszene. Raphael Falkenthal behielt an der Freiwurflinie die Nerven und verwandelte beide Versuche sicher zur 74:79-Führung. Köln konnte noch 2 Punkte machen, doch der Sieger stand fest und die Eisbären sicherten sich mit 76:79 den Auswärtssieg.
Besonders bemerkenswert war die Defensivarbeit gegen die Kölner Schlüsselspieler. Cedric Russell Jr. kam lediglich auf vier Punkte, Björn Rohwer auf sechs. Beide wurden konsequent aus dem Rhythmus genommen. Trotz einer intensiven und bis zum Schluss spannenden Partie war der Auswärtssieg verdient. Die Eisbären behielten in einer hitzigen Atmosphäre die Kontrolle und ließen sich auch von der Karnevalsstimmung nicht aus dem Konzept bringen. Es war intensives, physisches Spiel, das bis zur letzten Aktion offen blieb und in dem die Eisbären in der entscheidenden Phase kühlen Kopf bewahrten.
Nächstes Spiel der Eisbären Topspiel im Eisbärenkäfig
Am 24. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfangen die Eisbären Bremerhaven Phoenix Hagen zum Topspiel im Eisbärenkäfig. Tip-Off der Partie ist am Samstag, den 21.02.2026 um 18:00 Uhr.
RheinStars Köln - Eisbären Bremerhaven 76:79 (37:39)
Topscorer Eisbären Bremerhaven: Jemarl Baker (17 Punkte, 6 Rebounds), Elijah Miller (16 Punkte, 4 Assists, 2 Rebounds)
