Arbeitssieg in Koblenz: Eisbären sichern sich Playoff-Ticket
Die Eisbären Bremerhaven haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt und sich mit einem 75:59-Auswärtssieg bei den EPG Baskets Koblenz die Teilnahme an den Playoffs gesichert. In einer über weite Strecken zähen Partie mit schwachen Wurfquoten auf beiden Seiten überzeugten die Eisbären jedoch vor allem defensiv und nahmen wichtige Punkte im Rennen um eine gute Ausgangsposition mit. Topscorer der Eisbären war Carlos Carter mit 15 Punkten.
Die Ausgangslage vor der Partie hatte sich bereits am Samstag zugunsten der Eisbären entwickelt: Durch die überraschende Niederlage von Karlsruhe gegen Schlusslicht Münster stand fest, dass Bremerhaven auch ohne eigenen Sieg die Playoff-Qualifikation sicher gehabt hätte. Dennoch ging es für die Eisbären darum, weiter Punkte im Kampf um die Top Vier zu sammeln. Für die Koblenzer hingegen war die Partie von großer Bedeutung im Rennen um die letzten Playoff-Plätze.
Energisch starteten sie in die Partie. Nach Punkten von Jordan Samare, Jannis von Seckendorff und einem Dreier von Carlos Carter führten die Gäste früh mit 2:7. Auch in der Folge behielten die Eisbären zunächst die Kontrolle. Lorenz Brenneke erhöhte nach einem Assist von Elijah Miller auf 6:11, Adrian Breitlauch legte wenig später von außen zum 8:14 nach. Koblenz blieb jedoch dran und nutzte kleinere Unaufmerksamkeiten der Eisbären, um wieder heranzukommen. Angeführt von Jonas Niedermanner drehten die Gastgeber die Partie in der Schlussphase des ersten Viertels und gingen mit einer knappen 23:21-Führung in die erste Pause.
Mit dem Schwung aus dem ersten Viertel erwischten die Koblenzer den besseren Start in den zweiten Abschnitt. Die Eisbären taten sich vor allem aus der Distanz schwer, während die Gastgeber ihre Punkte vermehrt am Brett erzielten und sich leicht absetzen konnten. Beim Stand von 23:27 griff Steven Esterkamp zur Auszeit und diese zeigte eine spürbare Wirkung. Elijah Miller übernahm Verantwortung und hielt sein Team mit wichtigen Aktionen im Spiel. Gleichzeitig erhöhten die Eisbären den defensiven Druck, zwang Koblenz zu Ballverlusten und drehte die Partie mit einem 10:0-Lauf. Von da an bestimmten die Eisbären das Geschehen. Die Gastgeber fanden offensiv kaum noch Lösungen und erzielten im gesamten zweiten Viertel lediglich neun Punkte. Mit einer 32:39-Führung ging es für die Eisbären in die Halbzeit.
Nach der Pause verlief die Partie zunächst zerfahren, doch die Eisbären weiterhin behielten die Oberhand. Ein entscheidender Einschnitt für Koblenz war der frühe Ausschluss von Calvin Wishart nach seinem zweiten technischen Foul. Da mit Aleksa Kovacevic bereits ein weiterer Leistungsträger fehlte, mussten die Gastgeber ohne ihre zentralen Spielmacher auskommen. Die Eisbären nutzten diese Phase, um die Führung weiter auszubauen. Auch wenn nicht jeder Abschluss saß, fanden die Eisbären immer wieder Lösungen im Angriff, punkteten kontinuierlich und hielten Koblenz auf Distanz. Mit einer 60:48-Führung ging es in den Schlussabschnitt.
Das vierte Viertel war von vielen Unterbrechungen geprägt, wodurch kaum Spielfluss entstand. Koblenz blieb zunächst ohne Punkte, doch auch die Eisbären konnten daraus zunächst nur begrenzt Profit schlagen. Entscheidend war jedoch die konsequente Defensivarbeit: Die Eisbären ließen kaum noch einfache Abschlüsse zu und kontrollierten das Spielgeschehen. In der Schlussphase machten beide Teams noch ein paar Punkte, die Eisbären bestimmten jedoch auch hier das Spiel und ließen nicht zu, dass Koblenz noch einmal gefährlich wurde. Ebenfalls im letzten Viertel schickte Steven Esterkamp noch Lukas Stelmokas aus der U-19 Regionalliga aufs Parkett: Der 18-Jährge feierte somit sein ProA-Debüt und steuerte zwei Punkte sowie drei Rebounds bei. Am Ende stand ein verdienter und deutlicher 59:75-Erfolg für die Eisbären.
Unterm Strich war es kein glanzvoller Auftritt, aber eine souverän gelöste Pflichtaufgabe. Auffällig war die schwache Trefferquote aus der Distanz auf beiden Seiten. Koblenz traf lediglich einen von 17 Dreipunktewürfen (6 Prozent), während die Eisbären bei 5 von 24 Versuchen (21 Prozent) ebenfalls deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben. Steven Esterkamp blickt nach dem Spiel auf das, was gut geklappt hat: "Die Intensität war da. Die Disziplin in unserer Verteidigung war wichtig."
Durch die Niederlage von Göttingen in Köln sind die Eisbären nun wieder punktgleich mit dem dritten Tabellenplatz und haben damit weiterhin alle Chancen auf eine optimale Ausgangsposition für die Playoffs.
Nächstes Spiel der Eisbären erneut auswärts - gegen Bayreuth
Am 30. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga spielen die Eisbären erneut auswärts und treffen auf BBC Bayreuth. Tip-Off der Partie ist am Samstag, den 04-04.2026 um 18:00 Uhr.
EPG Baskets - Eisbären Bremerhaven 59:75 (32:39)
Topscorer Eisbären Bremerhaven: Carlos Carter (15 Punkte, 4 Rebounds), Elijah Miller (13 Punkte, 7 Assists, 2 Rebounds), Jannis von Seckendorff (12 Punkte, 1 Assist, 4 Rebounds)
