Die Eisbären Bremerhaven haben sich am Samstagabend im heimischen Eisbärenkäfig mit 89:80 gegen die PSK Lions durchgesetzt. In einer langen ausgeglichenen Partie fanden die Eisbären zunächst nur schwer ihren Rhythmus, drehten aber im entscheidenden Schlussviertel auf und sicherten sich einen verdienten Heimsieg. Topscorer der Eisbären war Jemarl Baker Jr. mit 24 Punkten.
Trotz des Wintereinbruchs mit Schnee und Eis schafften die Lions die Reise aus Karlsruhe in den Norden. Die Eisbären Bremerhaven wollten dem Gegner im Eisbärenkäfig einheizen und den heimischen Fans ein intensives Spiel liefern. Schließlich galt es, an den Sieg beim Tabellenführer Phoenix Hagen anzuknüpfen. Wirklich heiß wurde es jedoch erst gegen Ende der Partie. Zunächst hatten die Eisbären Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden. Die Gäste gewannen zwar den Sprungball, kamen aber zunächst nicht zum Abschluss. Die ersten Punkte erzielte Wesley Oba per Korbleger nach Defensivrebound von Tyrese Williams. Die Eisbären antworteten über die Freiwurflinie durch Elijah Miller, doch insgesamt blieb das Spiel defensiv geprägt. Immer wieder wechselten sich Ballverluste und schwierige Abschlüsse ab, sodass sich im ersten Viertel ein eher frostiger Schlagabtausch entwickelte. Beide Teams taten sich schwer, offensiv in den Flow zu kommen Die Lions wirkten in dieser Phase einen Tick effizienter, trafen unter anderem durch David Ejah mehrfach aus der Mitteldistanz. Insgesamt begegneten sich die Teams auf Augenhöhe und die Eisbären wirkten, also wollten sie ihren Gegner erst einmal abtasten. Nach zehn Minuten führten die Gäste knapp mit 20:16.
Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel zerfahren. Ballverluste auf beiden Seiten verhinderten längere Läufe, doch die Eisbären arbeiteten sich allmählich ins Spiel. Anton Meyer und Jannis von Seckendorff sorgten zunächst für den Ausgleich, ehe die Lions erneut vorlegten. Ein kleiner Befreiungsschlag folgte in Minute 14: Nach Defensivrebound traf Jemarl Baker Jr. den ersten Dreier der Eisbären und brachte sie wieder in Führung (25:24). Dennoch blieb die Partie eng. Die Lions hielten Schritt, nutzten ihre Chancen und gingen zwischenzeitlich erneut in Front. In der Schlussphase der ersten Halbzeit fanden die Eisbären dann doch Antworten. Elijah Miller traf per Sprungwurf, Jemarl Baker Jr. legte per Korbleger nach, sodass Bremerhaven mit einer 35:32-Führung in die Pause ging. Die Wurfquoten blieben überschaubar (54% 2er, 14% Dreier), besonders aus der Distanz, doch die Eisbären hatten sich zumindest leicht stabilisiert.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Lions wacher aus der Kabine. Ein Dreier von David Ejah und ein Sprungwurf von Isaiah Hart drehten die Partie brachten die Gäste in Front. Die Eisbären hielten dagegen, vor allem Jordan Samare, Jemarl Baker Jr. und Jannis von Seckendorff sorgten mit energischen Aktionen für einen kleinen Lauf. Phasenweise fanden die Hausherren nun ihren Rhythmus, zwangen die Lions zu Fehlern und setzten sich mit 51:42 etwas ab. Doch Karlsruhe ließ nicht locker. Mit Freiwürfen und einem späten Dreier von Tyrese gelang den Gästen in den letzten Sekunden des Viertels tatsächlich noch der Ausgleich. Nach drei Vierteln stand es 57:57. Ein ärgerlicher, aber sinnbildlicher Zwischenstand für eine Partie, in der sich kein Team entscheidend absetzen konnte.
Nachdem es den Eisbären im dritten Viertel nicht gelang die Löwen in ihre Schranken zu weisen, wurde es im Schlussviertel also wieder richtig spannend. Beide Teams wussten, dass nun jede Aktion zählen würde und die Fans unterstützen lautstark. Die Eisbären eröffneten mit einem Korbleger von Elijah Miller, doch die Lions blieben dran und glichen mehrfach aus. 6 Minuten lang konnten die Löwen mit den Eisbären mithalten, doch die Bremerhavener behielten die Nerven. Besonders Jemarl Baker Jr. nahm in dieser Phase eine Schlüsselrolle ein und übernahm Verantwortung. Mit wichtigen Abschlüssen aus dem Dribbling, einem Dreier und sicheren Freiwürfen brachte er die Eisbären immer weiter voran. Endlich fielen auch wieder die 3er. Raphael Falkenthal sah Adi Breitlauch, der von außen zum 72:69 traf. Jordan Samare verwandelte zwei Freiwürfe zum 76:71, wenig später traf Elijah Miller von außen zum 79:71 und verschafft den Eisbären etwas Luft. Desmond Green nahm eine Auszeit um an den Kampfgeist seiner Löwen zu appellieren. Durch wichtige Treffer von außen kam Karlsruhe daraufhin noch einmal heran, doch die Eisbären behielten die Kontrolle. Jemarl Baker Jr. verwandelte gekonnt Freiwürfe, Jake Biss traf einen weiteren wichtigen Dreier, ehe Jannis von Seckendorff mit einem Dunk nach langem Pass von Jordan Samare für den emotionalen Schlusspunkt sorgte. Der letzte Treffer der Lions änderte nichts mehr am 89:80-Endstand.
Es war kein glänzender, aber ein reifer Auftritt der Eisbären. Nach drei Vierteln auf Augenhöhe entschieden sie das Spiel im Schlussabschnitt mit Nervenstärke und Konsequenz. Jemarl Baker Jr. erzielte allein 14 seiner 24 Punkte im letzten Viertel und war der entscheidende Faktor, als es darauf ankam. Mit dem Heimsieg gegen die PSK Lions beenden die Eisbären die Hinrunde als Teil der Spitzengruppe. Der dritte Erfolg in Serie unterstreicht die gute Ausgangslage und setzt einen stimmigen Schlusspunkt unter die erste Saisonhälfte.
Nächstes Spiel der Eisbären auswärts gegen BG Göttingen
Im ersten Spiel der Rückrunde am 18. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga treffen die Eisbären auswärts auf den direkten Kontrahenten BG Göttingen. Tip-Off der Partie ist am Samstag, den 17.01.2026 um 18:30 Uhr.
Eisbären Bremerhaven - PSK Lions 89:80 (35:32)
Topscorer Eisbären Bremerhaven: Jemarl Baker (24 Punkte, 5 Assists, 5 Rebounds), Jake Biss (15 Punkte)