Bitterer Abend im Eisbärenkäfig: Göttingen eine Nummer zu stark

Profis
Montag, 08.12.2025 // 23:00 Uhr

Die Eisbären Bremerhaven haben im Spitzenspiel gegen die BG Göttingen einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen. Vor heimischer Kulisse unterlagen die Hausherren am Montagabend klar mit 67:84 und verpassten damit die Chance, in der Tabelle auf Platz zwei vorzurücken. Topscorer der Bremerhavener war Till Isemann (17 Punkte).

Schon vor dem Tip-Off sorgten Personalentscheidungen beider Teams für Aufmerksamkeit: Die Eisbären präsentierten mit Evan Walshe einen kurzfristig verpflichteten Neuzugang, während Göttingen gleich zwei Stammspieler ersetzen musste. Zach Jackson und Robin Lodders standen aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Doch die vermeintlich geschwächten Gäste zeigten schnell, warum sie zu den stabilsten Mannschaften der Liga gehören.

Die Eisbären legten einen ordentlichen Start hin und sicherten sich die ersten Punkte der Partie. Das Spiel verläuft zunächst auf Augenhöhe. Nachdem Julius Böhmer durch zwei Korbleger die „Veilchen" in Führung brachte, verkürzte Jemarl Baker auf 12:14. Doch Göttingen reagierte mit einer stabilisierten Verteidigung und konnte sich einen Vorteil erspielen. Ein Dreier von Carlos Carter zum 17:19 hielt die Gastgeber zunächst noch im Spiel, ehe zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Julius Böhmer den Rückstand zum Viertelende auf 17:25 anwachsen ließen.

Auch im zweiten Abschnitt schien der Start vielversprechend: Zwei Korbleger von Jannis von Seckendorff und Hendrik Warner, jeweils bedient von Neuzugang Walsh, verkürzten auf 21:25. Doch dann drehten die „Veilchen“ auf: Göttingen traf konstant von außen, erhöhte das Tempo und setzte sich mit einem 0:7-Lauf deutlich ab. Mit ihrer aggressiven Verteidigung zwangen sie die Eisbären zudem immer häufiger zu Ballverlusten, die den Rhythmus der Hausherren komplett brachen. Die Eisbären produzierten in dieser Phase eine Reihe unnötiger Turnover und brachte sich dadurch selbst weiter in Bedrängnis. Zwar brachten Till Isemann und Jake Biss die Eisbären noch einmal auf 31:39 heran, doch die Gäste antworteten erneut entschlossen: Ein 2:12-Lauf vor der Pause bescherte Göttingen eine komfortable 33:51-Halbzeitführung.

Ein Blick auf die Zahlen machte bereits deutlich, woran es haperte: Die Eisbären trafen zur Halbzeit nur einen ihrer sechs Dreier, während Göttingen sieben von 15 Distanzwürfen verwandelte. Dazu kamen bereits 13 Turnover der Eisbären, die die Gäste immer wieder zu schnellen Punkten einluden.

Nach dem Seitenwechsel machten die Südniedersachsen dort weiter, wo sie aufgehört hatten und die Eisbären wurden geradezu überrannt. Fast fünf Minuten lang gelang den Eisbären kein einziger Punkt, während Göttingen weiter konsequent abschloss und die Führung beträchtlich ausbaute. Nach einer Auszeit bescherte Till Isemann den Eisbären ihre ersten Punkte. Die Gäste lagen zwischenzeitlich jedoch mit 33 Punkten (40:73) in Front. Erst Einzelaktionen von Jemarl Baker verhinderten Schlimmeres, doch insgesamt waren die 12 erzielten Punkte im dritten Viertel ein Sinnbild für die offensiven Schwierigkeiten des Abends. Mit 45:74 ging es in den Schlussabschnitt.

Im vierten Viertel zeigten die Eisbären Moral und betrieben Schadensbegrenzung. Jemarl Baker traf per Dreier zum 52:76. Insgesamt gewannen die Eisbären das Viertel mit 22:10. Für eine echte Aufholjagd kam diese Energie jedoch zu spät. Göttingen verwaltete die Führung souverän und ließ nichts mehr anbrennen. Am Ende stand eine deutliche 67:84-Heimniederlage.

Die Zahlen unterstreichen die klare Niederlage der Eisbären. Während Bremerhaven aus der Distanz kaum Gefahr ausstrahlte und lediglich 19 Prozent seiner Dreier traf, präsentierte sich Göttingen mit 47 Prozent deutlich treffsicherer. Auch im Umgang mit dem Ball wurden große Unterschiede sichtbar: Die Eisbären leisteten sich insgesamt 23 Turnover und damit fast doppelt so viele wie die Gäste, die nur 13 Ballverluste verbuchten.

Hinzu kam die starke Leistung von Göttingens Shooting Guard Julius Böhmer, der mit 25 Punkten seine persönliche Bestmarke erzielte und in entscheidenden Momenten immer wieder Akzente setzte. Die Eisbären fanden offensiv kaum Antworten: Spieler wie Jannis von Seckendorff, der bei nur vier Punkten gehalten wurde, oder Elijah Miller, der zwar zehn Assists verteilte, aber selbst lediglich zweimal punktete, wurden vom Göttinger Defensivverbund weitgehend aus dem Spiel genommen.

Durch die Niederlage und die Ergebnisse der Konkurrenz verpassen die Eisbären nicht nur den Sprung auf Platz zwei, sondern rutschen auf Tabellenplatz 4 ab. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit den HAKRO Merlins Crailsheim der nächste direkte Konkurrent. Eine passende Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen und wieder Boden gutzumachen.

Nächstes Spiel der Eisbären auswärts gegen die HAKRO Merlins Crailsheim.

Am 12. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga treffen die Eisbären auswärts auf HAKRO Merlins Crailsheim. Tip-Off der Partie am Samstag, den 13.12.2025 um 20:00 Uhr.

Eisbären Bremerhaven - BG Göttingen 67:84 (33:51) 

Topscorer Eisbären Bremerhaven: Till Isemann (17 Punkte, 7 Rebounds), Jemarl Baker (16 Punkte)

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