Eisbären unterliegen in Göttingen kämpferisch

Swen Pförtner
Profis
Samstag, 17.01.2026 // 23:00 Uhr

Die Eisbären Bremerhaven haben zum Rückrundenauftakt beim Tabellenzweiten BG Göttingen eine kämpferisch starke Leistung gezeigt, mussten sich aber knapp mit 84:79 geschlagen geben. Die Partie blieb über weite Strecken auf Augenhöhe, ehe Göttingen im Schlussabschnitt die entscheidenden Punkte machte. Topscorer der Eisbären war Elijah Miller mit 25 Punkten.

Die Eisbären reisten mit einigen Veränderungen im Kader nach Göttingen: Hendrik Warner fällt nach einer Verletzung im Spiel gegen die PSK Lions mehrere Wochen aus, während Till Isemann nach seinem gebrochenen Finger wieder spielbereit war und auf dem Parkett stand.

Auch Göttingen hatte nach wie vor Ausfälle zu verzeichnen: Kevin Buckingham und  Janis Jünemann fehlten weiterhin, die sich bereits im Hinspiel gegen die Eisbären verletzten, während Mathis Mönninghoff nach seiner Pause wieder einsatzbereit war.

Die Partie begann ausgeglichen. Die Eisbären eröffneten den Score und hielten durch Elijah Miller sowie gute defensive Aktionen zunächst mit. In der Anfangsphase erspielten sich die Gäste mehrfach zweite Chancen durch offensive Rebounds, ließen diese jedoch ungenutzt. Während Bremerhaven in der Zone noch Schwierigkeiten hatte, fand Göttingen zunehmend besser in die Partie. Angeführt von Mathis Mönninghoff und Zach Jackson nutzten die Veilchen ihre Abschlüsse konsequenter und setzten sich leicht ab. Headcoach Steven Esterkamp unterbrach einen kurzen Göttinger Lauf mit einer Auszeit, doch die Gastgeber hielten den Vorsprung. Kurz vor Viertelende verkürzte Miller noch einmal, dennoch ging Göttingen mit einer knappen 20:16-Führung in die erste Pause. Bereits hier deutete sich an, dass die höhere Effizienz der Gastgeber im Zweipunktebereich ein Faktor werden könnte.

Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel intensiv und umkämpft. Die Eisbären fanden nun besser von außen ihren Rhythmus. Ein Dreier von Elijah Miller sowie ein weiterer Treffer von Jannis von Seckendorff brachten die Eisbären zwischenzeitlich wieder in Führung. Göttingen reagierte jedoch abgeklärt. Über Freiwürfe und konsequente Abschlüsse in Korbnähe übernahmen die Veilchen erneut das Kommando und setzten sich zwischenzeitlich etwas ab. Die Eisbären ließen sich davon nicht beirren, hielten mit Einsatz und aggressiver Verteidigung dagegen und verkürzten den Rückstand noch vor der Halbzeitpause. Beim Stand von 37:34 blieb die Partie vollkommen offen . Die Eisbären kompensierten die schwächere Zweierquote zu diesem Zeitpunkt durch eine starke Dreierquote (42%) und sichere Freiwürfe.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber besser aus der Kabine. Schnelle Punkte durch Jordan Sears, Zach Jackson und Hendrik Drescher sorgten für einen zweistelligen Vorsprung, der Steven Esterkamp früh zu einer Auszeit zwang. Die Eisbären reagierten jedoch eindrucksvoll. Über Freiwürfe von Jemarl Baker und Till Isemann sowie einen Dreier von Jake Bliss kämpften sie sich Schritt für Schritt zurück. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Elijah Miller übernahm zunehmend Verantwortung, während Bremerhaven defensiv stabiler agierte. Göttingen behielt dennoch knapp die Nase vorn und ging mit einer 61:58-Führung in das Schlussviertel. Die Partie war nun endgültig ein echtes Spitzenspiel.

Im letzten Abschnitt versuchten die Gastgeber das Spiel früh zu entscheiden und setzten sich erneut auf bis zu zehn Punkte ab. Göttingen traf wichtige Würfe, während die Eisbären in dieser Phase etwas den Zugriff verlor. Doch die Eisbären bewiesen Moral. Angeführt von Jannis von Seckendorff, der mit viel Energie am Korb abschloss, sowie wichtigen Treffern von Elijah Miller und Jemarl Baker kamen die Gäste noch einmal gefährlich nahe heran. In der Schlussphase wurde es noch einmal eng, doch Göttingen zeigte sich an der Freiwurflinie abgeklärt. In den letzten Sekunden fehlte den Eisbären letztlich die Zeit, um die Aufholjagd perfekt zu machen. Mit 84:79 sicherten sich die Veilchen den Heimsieg.

Ein entscheidender Faktor war die Zweierquote, die bei Göttingen deutlich höher lag als bei den Eisbären. Während Göttingen mit starken 63 % aus dem Zweipunktebereich traf, kamen die Eisbären auf nur 41 %Effizienz. Bremerhaven überzeugte dafür bei den Dreiern (41 %) und von der Freiwurflinie (79 %), wo die Veilchen nicht ganz mithalten konnten. Die Anzahl der Turnover war dagegen bei beiden Teams nahezu gleich.

Nach der knappen Niederlage zeigte sich Eisbären-Headcoach Steven Esterkamp insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, verwies jedoch auch auf die entscheidenden Details: „Es war ein gutes Spiel und eine gute zweite Halbzeit von uns. Wir hatten zwei schlechte Phasen in unserer Verteidigung, was Göttingen sehr gut ausgenutzt hat. Am Ende sind 41 Prozent aus dem Zweierbereich von uns nicht gut genug, um zu gewinnen. Wir haben gekämpft und hatten Ende des dritten Viertels die Chance, konnten es im vierten Viertel aber nicht fortführen.“

Auch Göttingens Headcoach Fabian Strauß betonte nach dem Spiel die Intensität des Duells und den Respekt vor dem Gegner. Beide Teams seien gut vorbereitet gewesen und hätten sich gegenseitig vieles weggenommen.

Die Eisbären zeigten eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Hinspiel und blieben über 40 Minuten ein echter Prüfstein für den Tabellenzweiten. So gaben die Eisbären das Spiel diesmal nicht aus der Hand und die Führung wechselte insgesamt 17 mal. Trotz der Niederlage bot das Team eine kämpferische und taktisch reife Leistung mit mehreren Comebacks im Spielverlauf. Auf dieser Performance lässt sich weiter aufbauen, auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reichte.

Nächstes Spiel der Eisbären im heimischen Eisbärenkäfig
Am 19. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga haben die Eisbären erneut die Chance auf eine Revanche und empfangen die Bozic Estriche Knights Kirchheim in der Stadthalle Bremerhaven. Tip-Off der Partie am Sonntag, den 25.01.2026, um 15:00 Uhr.

BG Göttingen - Eisbären Bremerhaven 84:79 (37:34) 
Topscorer Eisbären Bremerhaven: 
Elijah Miller (25 Punkte, 6 Assists, 5 Rebounds), Jannis von Seckendorff (12 Punkte, 6 Rebounds), Jemarl Baker (12 Punkte)

 

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